„Giro delle Dolomiti 2013“

Die obligatorische „Testfahrt“

 

Die ist nun wirklich langjährige Tradition. Die Pässe Mendel und Gampen werden am Freitag vor Giro-Beginn auf ihre Befahrbarkeit geprüft und keinem kam heuer angesichts der Wetterlage eine Überlegung in der Richtung in den Sinn, dass man vielleicht bei etlichen Hitzegraden jenseits der 30 °-Grenze es etwas moderater hätte angehen lassen können.
Am Donnerstagabend war Hans B. mit seiner Helga angereist und Sascha hatte sich auch in diesem Jahr wieder bereit erklärt, mit uns eine Mannschaft zu bilden, die nach dem Reglement mindestens 5 Köpfe umfassen muss.

Uli und Hans trafen auf dem Hofgelände letzte Startvorbereitungen. Und mit den anderen noch etwas zu fachsimpeln ist immer interessant. Biegt man vom Hotelhof auf die daran vorbei führende Straße nach rechts ab, beginnt sofort die Steigung des Mendelpasses, der sich von hier etwa 14 km lang in vielen Serpentinen nach oben schraubt.

Helga war stolz auf ihr „neues“ Rennrad, das im Grunde ein altes ist und welches sie aus dem Keller rekrutierte, weil ihr Stammrad eine Panne hatte. Jedenfalls erkundete sie phantasievoll die Ecken in der Umgebung, die sie noch nicht kannte.

Schon nach einem guten Kilometer durchfährt man das romantische Bergdörfchen St. Pauls, welches seine Attraktivität für Touristen in den letzten Jahren weiter ausgebaut hat.

Während im unteren Bereich noch ein Waldgebiet mehr oder weniger Schatten spendete, kamen wir oben in ein „Backofengebiet“ – links die Sonne und rechts die aufgeheizte Felswand. Uli ließ uns recht bald seine Dolomiten-Tauglichkeit wissen.

Endlich unserer alljährlicher Zwischenstopp 3 km vor der Passhöhe; er diente heute hauptsächlich der Schweißabtrocknung. Und der Blick ging wie immer hinunter in das Kalterer Tal, das uns den Blick auf den See von hier aus nicht freigab.

 Hier sind wir oben auf dem Mendelpass angelangt und fanden hier auch kein Schattenplätzchen.

Nach wenigen Minuten ging es weiter, von 1369 m Höhe nicht allzu weit hinunter bis zu einem Sattel, von dem aus uns die Straße nochmals bergauf zum Gampenjoch in über 1500 m Höhe führte. Dort waren Bernd und Sascha schon vor einer Viertelstunde eingetroffen, was den Klassenunterschied deutlich machte.
Nun folgte die wunderbare nicht enden wollende Abfahrt hinunter nach Lana, von der es leider kein Foto gibt. Wer nicht schwindelfrei ist, wäre nicht gut beraten, einen Blick nach rechts in die Wahnsinnstiefe zu wagen. Auf der supergeilen Abfahrt zeigte mein SRM-„Tacho“ als Höchstwert 85,9 km/h.
In unserem Café in Lana genossen wir die verschiedensten Köstlichkeiten, von Eiskaffee über Eisbecher bis zum feinsten Kuchen.
So ein Driss – Kettenriss! Auf der Heimfahrt erwischte es Sascha. Was tun? Bernd und Uli nahmen ihn in die Mitte und schoben was das Zeug hielt. Aber Sascha hat eindeutig gute Beziehungen zu irgendwelchen Mächten da oben! Nach gar nicht allzu langer Zeit kam uns ein Service-Wagen wie gerufen entgegen.

 

Adriano war nicht mehr weit von unserem Hotel entfernt und die „Schieber“ konnten nun auch entspannt nach Hause fahren. Dieser unglaublich nette Mensch brachte Sascha und sein kettenloses Rad in einen Fachladen.

Abends wird in Radlerkreisen natürlich noch darüber philosophiert, was alles hätte passieren können, wenn die Kette bei der Fahrt bergab oder gar bergauf gerissen wäre. (Weshalb bergauf die schlimmere Version gewesen wäre ist den alten Hasen unter uns natürlich klar!)

 

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