„Giro delle Dolomiti“, Montag, 29.07.2013

 

Eine „Hammeretappe“!

Gesamtstrecke: 102,8 km, 2.570 hm,
1. Zeitfahren von St. Cyprian auf den Nigerpass: 7,2 km, 591 hm, durchschn. Steigung: 8,2%)
2. Zeitfahren von Stenk auf das Reiterjoch: 10,2 km, 1.072 hm, durchschn. Steigung: 10,5%
Das hatte es auch für die alten Hasen unter uns in ihrer langjährigen Dolomitenkarriere erst einmal gegeben, nämlich zwei Zeitfahrstrecken innerhalb einer Etappe. Eigentlich sollte die sogar am ersten Tag stattfinden, doch durch die Polenrundfahrt, welche dieses Jahr in Italien startete, wurde sie auf den 2. Tag verlegt. Eine Erklärung dafür ist möglicherweise, dass man die fahrerische Qualität dieser Veranstaltung hoch halten will, indem man unzureichend trainierte Teilnehmer von vorneherein abschreckt.

Das erste Zeitfahren begann nach 30 km – bis zum Start musste die überwiegende Strecke mit einem steilen Anstieg bewältigt werden. „Weichgekocht“ beginnt man dann diese Zeitmessung. Das Feld zieht sich auseinander und jeder fährt seinen Rhythmus. Auf dem rechten Bild steigt Hans hinauf und im Vordergrund das Tandem mit dem blinden Sozius, das wir im Bericht vom vorigen Jahr schon gezeigt hatten.
Die durchschnittlichen Steigungsprozente sind fast immer trügerisch, denn hier waren Steilstücke mit bis zu 20% enthalten.

 

Keine Frage – dieser Startort ist romantisch gelegen.

 

Hier ist zu erkennen, dass wir in den Rosengarten hineinfahren, den schönsten Teil der Dolomiten. Das erwartete heiße Wetter vom Vortag war umgeschlagen; es war kühl geworden und im weiteren Verlauf der Etappe fing es an zu regnen.

 

Leider kann ich mit Fotos von der zweiten Zeitfahrstrecke nicht berichten. Mein fester Vorsatz, auch das Reiterjoch zu schaffen, wurde von Krämpfen unterlaufen. Die ersten 5,5 km führten fast durchgehend mit 16% ohne eine einzige Stelle zum Beine lockern bergauf, wo sich die erste Zeitfahrstrecke bemerkbar machte. Genervt, mein Ziel verfehlt zu haben, stieg ich in eines der Begleitfahrzeuge.
Sascha und Bernd schafften diese harte Prüfung natürlich. Die Leistung von Hans war bewundernswert, er kämpfte sich mit seiner Zähigkeit bravourös das Reiterjoch hinauf. Abgefahren wurde auf derselben Strecke, was bei dem einsetzenden Regen nicht ungefährlich war. Nicht alle waren auf kühles Regenwetter vorbereitet. Bernd organisierte sich von den Sportsfreunden aus Niddatal Jacke und Regencape.
Nur als Nachlese: Auf der Heimfahrt traf ich vor Bozen einen Hilfe suchenden Norweger mit diesem zerfledderten Hinterrad. Er konnte sich die Ursache nicht erklären; es gab einen Knall (er fuhr keine Schlauchreifen), aber er stürzte nicht. Von einem Materialwagen bekam er ein Laufrad geliehen und konnte zur Messe zurückkehren.

 

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1 Kommentar

  1. Hallo Reiner,

    ein toller Bericht – sogar die Landschaft mit Bewölkung sieht gut aus. Das Reiterjoch schaffst Du nächstes Jahr. Ich bin am Zweifeln, ob ich das alles überhaupt schaffen würde. Das sieht härter aus, als ich gedacht habe.

    Liebe Grüße,
    an Alle
    Andrea

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