Gegen Putins Lüftchen und zu unseren Vorfahren…

 

Worum ging es am Sonntag? Um eine Sternfahrt zum Bootshaus des RSC Essen-Kettwig, der alljährlich die „Kettwiger Hügeltour“ ausrichtet. Gut, über den Begriff „Hügel“ kann man streiten. Und dass wir hier nicht in den Alpen sind ist auch klar – aber da waren in der zweiten Hälfte ein paar richtige Kletterleisten drin.
Da keine aufregenden Fotos zu erwarten waren müssen wir hier mit der Aussicht von unserem Treffpunkt „unter der Leverkusener Autobahnbrücke“ vorlieb nehmen. Keine Bebauung mehr, eher Walachei und der Blick auf den Leverkusener Wasserturm.

 

Oben von der Brücke haben wir es mit einer andersgearteten „Skyline“ zu tun als zum Beispiel von der Zoobrücke – jede Menge Schornsteine, die man auch Essen nennt obwohl sie damit gar nichts zu tun haben…

 

 

Um dieses Foto zu schießen musste ich Uli, der hinten auf der Brücke deutlich zu erkennen ist, ziemlich weit entschwinden lassen. Nach der Abfahrt von der Brücke war Uli weg und es gab Wege in drei Richtungen; ich nahm prompt den falschen. Das kommt davon wenn man vorher nicht Bescheid sagt.

 

 

Die erste Sternfahrthälfte glich den berühmten Fahrten nach Düsseldorf mit gefühlten 300 Ampeln. Aber dann, so hinter Erkrath, wurde es richtig ruhig. Einsame Wege und wir hatten keinen Verkehr. Dann legten wir eine Gedenkminute für Andrea ein, die uns im Blog vor dem Ostwind gewarnt hatten. Der war auch punktgenau zur Stelle.
Nach einer rasanten Bergabfahrt stießen wir auf das berühmte Neandertal. Hier an historischer Stätte musste es wenigstens zu einem Foto vom Rabenstein mit Gedenktafel reichen.
Anhand des geklauten Fotos wird klar, weshalb wir uns auf Anhieb an dieser Stelle wohl fühlten. Das Kerlchen soll vor mindestens 40.000 Jahren gelebt haben, wo Rennräder noch nicht so verbreitet waren.

 

 

Das Kettwiger Bootshaus mit anschließendem hofartigem Gelände war irgendwie richtig gemütlich und der Kaffee war ebenso Spitze wie der Kuchen. Hier war es windstill und alle genossen die wohlig wärmende Sonne.

 

 

Auf der Rückfahrt gab es einen undefinierbaren Rückenseitengegenwind und endlich hatte uns die Heimat wieder; wir sahen unsere Start-Brücke von der anderen Seite. Wir zogen Bilanz und Uli fand den Tausch Samstag- gegen Sonntagsfahrt gelungen. Es hatten sich knapp 130 Längen- und ca. 900 Höhenmeter zusammen geläppert, alle ohne Windschatten gefahren.

 

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1 Kommentar

  1. Hallo Reiner,
    toller Bericht – so witzig geschrieben und schöne Fotos!
    Liebe Grüße,
    Andrea

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