Wie jedes Jahr nach Malle …

 

Samstag, 14.03.2015 – Eingewöhnung

 

Von unseren Radtouristikern des PSC aus Pulheim waren in diesem Jahr nur Andrea, Uli und Reiner mit von der Partie. Andrea hatte von den „Nievenheimern“ noch Norbert aktiviert. Ansonsten waren wir in der Spitze bis zu 17 Leutchen, von denen einige lediglich 1 Woche gebucht hatten.

Wir drei also schweben mit gedrosselten Motoren von Norden her auf die Insel zu und sehen die Halbinsel auf der Alcudia liegt. Links ist gerade die Halbinsel Formentor verschwunden – beliebtes Ziel der „Profis“ unserer Gruppe.

In diesem Jahr hatten wir einen Flug am Vormittag erwischt. Das hat Vor- und Nachteile. Einerseits kommt man ausgeschlafen auf die Insel, andererseits macht eine Einführungsrunde am selben Tag keinen Sinn. Fast alle müssen sich erst einmal Räder bei Fred Rompelberg leihen und anpassen lassen. Nur Holger und Reiner hatten ihre Räder mitgebracht.

So können wir vom ersten Tag nur Fotos bieten mit Blick auf das Hotel und von dessen 7. Geschoss in den Abendhimmel.

 

Exkurs: Die Story von Tanja & Ralli sowie Superhund Speiki

Wie es meist so geht am Ankunftstag: Wenn jemand relativ früh am Tag eintrifft, alles ausgepackt und die Räder bei Fred Rompelberg geordert hat, bleibt noch Zeit, um mal rüber zu Wolfgang und Antonio zu gehen, „Guten Tag!“ zu sagen und ein Bierchen zu trinken. Aber – oh Schreck, die waren gar nicht mehr da! Große Katastrophe!? Was nun, würden wir nach unserer alltäglichen Rückkehr von unseren Touren in der Zeit bis zum Abendbrot verhungern oder verdursten? 

Um es gleich vorwegzunehmen – solche Gedanken waren einfach überflüssig. Aber wer konnte das vorher wissen? Ralli und Tanja aus Dortmund – natürlich Borussia-Anhänger – waren sich im vorigen Jahr mit Wolfgang und Antonio wegen einer Übernahme der Bodega einig geworden. Die beiden hatten sich in Antonios Heimat, Andalusien, abgesetzt. Wir wurden genauso nett und umfassend versorgt wie vordem – ob am Nachmittag nach der Rückkehr von unseren Touren oder am Abend nach dem Essen im Hotel.

Und in dem Kühlschrank, vor dem die beiden stehen, befinden sich auch noch leckere selbst-gebackene Kuchen.

 

Und es gab auch einen Ersatz für „Pepe“ – den Schoßhund von Antonio. „Speiki“ ist ein überaus liebenswerter und verschmuster Border-Colli, der ebenfalls aus Dortmund umquartiert wurde. Das Foto von seinem „Innenleben“ zeugt davon, dass er schon einiges mitgemacht hat. Und das kam so:
Speiki musste eine Beruhigungstablette zu sich nehmen. Das funktionierte nur mit dem Trick, dass die Pille in einem Leberwursthäppchen verpackt wurde. Da dem Sohn wohl die Erfahrung fehlte und Leberwurst für Speiki das Höchste ist, schnappte er so vehement zu, dass der Teelöffel gleich mitverschwand. Unglaublich, aber sichtbar auf dem Röntgenbild. Und Speiki kam an einer Operation nicht vorbei…

Inzwischen ist das längst vergessen und Speiki findet es ebenso toll wie Kraulen, wenn jemand mit ihm spielt.

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Sonntag, 15.03.2015

Zum Auftakt sollte es seine „kleinere“ Runde werden, doch sie endete schließlich bei über 100 km. Das Wetter war grauselig und der Wind von vorne enorm. So ging es zunächst in Richtung Osten zum bekannten „Glashaus“, welches an der Küstenstraße eine Art Verkehrsknotenpunkt für Radler darstellt. Zuvor waren bereits Wilfried, Renate und Uli links abgebogen, um durch die Gärten zu unserem Nahziel in Sa Rapita am Meer zu gelangen, wo wir eine Kaffeepause einlegen wollten. Holger, Jan, Carsten, Norbert und Reiner nahmen die Küstenstraße dorthin, welche einen Umweg beschreibt. In dem kleinen ehemaligen Fischerdörfchen steuerten wir unser Stamm-Café an, auf dessen Terrasse es einigermaßen windgeschützt war.

Nach der Pause tat sich in der Ferne eine schwarze Riesenwolke auf, die allerdings noch sehr hoch am Himmel stand, so dass ein unmittelbarer Guss noch nicht zu erwarten war. Uli, Wilfried und Renate nahmen in Richtung Hotel einen relativ kurzen Weg durch die Gärten. Holger gab den Wetterfrosch, prüfte kritisch die Wolken-Wanderroute und meinte, dass wir noch eine Weile Richtung Riesenwolke riskieren könnten. Aber in Santanyi wurde es höchste Zeit wieder in das Landesinnere in Richtung Heimat über Campos abzubiegen. Auf vielfach befahrenen Wegen trafen wir wieder zu einem Bier bei Tanja und Ralli in Arenal ein und bekamen bestätigt, dass wir dank Holgers besonnenem „Wolkenreißaus“ trocken davongekommen waren. Zwei andere Radsportler waren richtig nass geworden.

Andrea, die sich an diesem und den nächsten Tagen noch erholte, erschloss sich die Küstenlandschaft hinter der Strandpromenade beim Spazierengehen.

Montag, 16.03.2015

Heute kann nur von einer kleinen Vierergemeinschaft berichtet werden. Renate, Wilfried, Uli und Reiner fuhren einfach mal flach, wobei man hier etwas anderes darunter versteht als in Berlin oder Pulheim. Es war wieder sehr windig und kühl. Aber Hauptsache nicht nass von oben.

Hier sind wir bereits auf dem Rückweg entlang der Autobahn. Man trifft kaum ein Auto – ideal für uns Radler. Es gibt von solchen Nebenwegen eine ganze Menge auf der Insel, weswegen sich Mallorca den bekannten guten Ruf unter den Pedalrittern erworben hat.

Davon erscheinen übrigens das Jahr über etwa 80.000.

Am Abend werden oftmals Pläne für den nächsten Tag geschmiedet – hier links unter Federführung von Jan, der zu den besten Mallorca-Kennern unter uns zählt.

Für Andrea und Norbert stand heute der Besuch des Palma-Aquariums an, da die Regenwolken recht dunkel aussahen:

 

Dienstag, 17.03.2015

Heute war morgens nach dem Frühstück Fred Rompelberg`s alljährliche Foto-Session angesagt. Jeder Teilnehmer erhält anschließend kostenlos ein großformatiges Foto als Andenken an den Inselaufenthalt und die Räder-Ausleihe. Solche Fotos haben oft ein weitreichendes Verbreitungspotential mit dem entsprechenden Werbeeffekt – es geht also im Prinzip um knallhartes Geschäft.

Zunächst wartet jede Gruppe bis sie an der Reihe ist. Fred`s Holde beteiligt sich engagiert, ebenso wie Guido und Andrea, welche dann folgende Fotos schossen.

Es dauert eine Weile bis es denn mal so wird, aber das Ergebnis ist profihaft – wie halt der ganze Inhaber des immer noch gültigen Geschwindigkeitsweltrekords für Rennräder, aufgestellt mit 268 km/h auf einem Salzsee in Utah.

Von oben links: Holger, Reiner, Uli, Fred R., Renate, Heike, Guido – Andrea, Axel, Jan, Siggi – Wilfried, Michael, Carsten, Peter, Andreas. (Es fehlen Harald, der am morgigen Mittwoch kommt und Norbert.)

Es wurde heute auch noch Rad gefahren. Eine größere Gruppe absolvierte eine mittlere Runde in einem Halbkreis nördlich von unserem Standort.

Alaró ist zum Rasten eines der schönsten Örtchen auf der Insel. Der Marktplatz im Schlagschatten einer großen Kathedrale lädt zum Sonnen und einer Tasse Café con Leche ein, so dass es einem jeden schwer fällt wieder aufzubrechen.

 

 Hallo – da sind wir, der Kaffee kann kommen!

 

Guido – als Detailfetischist…

… und als Portrait-Fotograf.

 Mit Vollgas ging es wieder zu Tanja & Ralli. Das war mal ein richtig schöner Sonnen-Tag.

Andrea legte sich fast den ganzen Tag auf die Sonnenliege und genoss zwischendurch ein paar alkoholfreie Cocktails und einen Eisbecher.

Mittwoch, 18.03.2015

Dieser kleine Kater kam fast an jedem Morgen zu unserem Treffpunkt am Hotel-Pool, um sich einige Streicheleinheiten abzuholen.

Er gehört zu einer Kolonie frei lebender Katzen, die sich auf einem Gelände nahe des Hotels eingerichtet haben. Sie werden von älteren Damen regelmäßig mit Futter und Wasser versorgt, die auch alle Tiere sterilisieren bzw. kastrieren ließen.

Tatsächlich fuhren heute bei eher unwirtlichem Wetter einige Unverzagte eine Runde.

Uli gehört eigentlich nicht auf dieses Bild, denn er leistete anschließend gemeinsam mit Andrea und Reiner Vereinsarbeit, die zu Hause liegengeblieben war.

 

Donnerstag, 19.03.2015

Am Swimming Pool, unserem üblichen morgendlichen Treffpunkt, bildeten wir wieder zwei Gruppen. Rekonvaleszentin Andrea gesellte sich zu Renate, Heike und Rudy.

Die Gruppe um Renate suchte sich als Ziel den Hafen von Estanyol und Sa Rapita aus. Bis zu den Gärten hatten sie nur etwas Gegenwind, obwohl dieser stark blies.

In den Gärten spürten sie kaum noch etwas vom Wind. Sie kehrten im Hafenrestaurant ein, da der Wind auf der Terrasse unangenehm zu spüren war. Renate lud alle zu Kaffee bzw. Kakao ein.

Nach der Stärkung ging es von Sa Rapita weiter am Meer entlang bis sie wieder zu den Gärten Richtung Llucmajor abbiegen konnten. Durch die hübschen Mauern spürten sie den Wind kaum und hatte zeitweise einen tollen Rückenwind. Die Räder fuhren fast von selbst. Heike konnte Rudy sogar animieren einen Gang zuzulegen.

Erstaunlicherweise läpperten sich auf dieser Rundfahrt 74 km zusammen, die für Andrea als „Wiedereinsteigerin“ genau die richtige Entscheidung waren.

Der auf dem großen Foto verewigte “Rest“ wollte sich in das beliebte Örtchen Petra einen Kaffee in der Sonne gönnen. Das gehört zu den obligatorischen Übungen unseres alljährlichen Aufenthaltes auf der Insel. Der Platz war sehr gut gefüllt mit Radlern, doch ließ uns Klärchen leider im Stich. Dennoch hielten wir es geraume Zeit aus, weil auf der Hinfahrt ein steifer Wind blies, der jeden Segler neidisch gemacht hätte.

Hier genießen die verschleierte Sonne (v. links) Axel, Uli, Guido, Wilfried, Siggi, Norbert und Jan. Reiner spielt Fotograf. Der wunderschöne Platz in Petra war wieder gut gefüllt.

Der Rückweg war vergleichsweise ein wahrer Genuss, weil uns der Rückenwind fast nach Hause schob – so macht Radfahren Spaß. Schnell noch einen Blick auf den entfernten Puig de Randa und die Einfahrt nach Sineu.

Heike und Andrea bevölkerten ein Doppelzimmer und sind hier nach unserem abendlichen Aufenthalt bei Tanja & Ralli im Hotel auf dem Weg in die Heia.

 

Freitag, 20.03.2015

Während sich einige wieder zu einer Tagestour trafen, entschlossen sich Heike, Norbert, Renate und Andrea zu einem Ruhetag, um Palma unsicher zu machen.

Der größte Olivenbaum Palmas war schon fast ein Versteck. Auch die Besichtigung der großen Kathedrale Sa Leu gehört zum Pflichtprogramm eines Ausfluges in die Stadt.

Der Ausflug endete in einem Eiscafé, in dem Heike einen „Eis-Café“ mit Kaffee und einer harten Kugel Eis bekam, die sich kaum auflöste. Die „Touris“ schlenderten noch durch die Geschäftsstraßen und Gassen und nahmen dann den Bus zurück. Am Ballermann angekommen, gönnten sie sich noch ein Mittagessen im Restaurant und ein schöner Ausflug war beendet.

Jan, Siggi, Guido und Wilfried dagegen waren wie immer auf dem Rad sehr aktiv; sie hatten sich am Meer Sa Rapita als Ziel auserkoren. Die Westküste ist dort wildromantisch.

Samstag, 21.03.2015

Heute stand eine größere Tour an die Westküste auf dem Programm, unter anderem nach Sóller und Deià. Auf der Straße in Richtung Bunyola teilte sich die Gruppe auf. Jan, Siggi, Uli, Wilfried und Guido nahmen den Weg westwärts, um über Esporles und Valldemossa das gesteckte Ziel zu verfolgen.

Andrea, Andreas, Carsten und Reiner entschlossen sich, den dicken Bergen aus dem Weg zu gehen und fuhren in Richtung Osten über Santa Maria zunächst nach Alaró.

Wir wussten nicht, dass samstags dort immer Markt ist und waren erstaunt über das bunte Treiben. Es war schwierig einen Sitzplatz zu ergattern. Neben der Kirche fanden wir noch vier Stühle und die drei Männer genossen ihren Kaffee.

Ein Gast des Cafés wies auf ein gerade stattfindendes Orgelkonzert in der Kirche nebenan hin. Andrea ließ es sich nicht entgehen, den Orgelklängen zu lauschen.

Der anfangs trübe Tag wandelte sich zu unserer Freude in eitel Sonnenschein, den wir noch beim Kaffee genossen. Eine freundliche Spanierin verewigte uns alle vier. Schließlich machten wir uns wieder auf den Weg.

 

Andreas und Carsten waren unsere Tour-Guides und suchten die schönsten Wege abseits der Hauptstraßen für uns aus. Aus der beabsichtigten kürzeren Tour wurde im weiteren Verlauf nichts, weil ein ziemlicher Umweg zum selben km-Ergebnis jenseits der 100 führte wie es die Sóller-Mannschaft erzielte. Es ging nun südwärts weiter über Binissalem und Biniali.

Bei unserem Ehrgeiz, die Hauptstraßen möglichst zu vermeiden, ließ uns unsere mangelnde Ortskenntnis etwas im Stich. Trotzdem – Carsten und Andreas müssen bei den Pfadfindern gewesen sein. Als wir uns auf einem schmalen Weg irgendwann festfuhren, wollten wir partout nicht umkehren. Stur fuhren wir auf einem unbefestigten, aus Pfützen und Löchern bestehenden Weg weiter. Tatsächlich endete der auf einer Verbindungsstraße durch die Gärten nach Algaida.

Dort konnten wir dem leckeren Schokokuchen in unserem Stammcafé nicht widerstehen. Er gehört ebenso in jeden Jahresbericht wie das wohl originelle und daher meistfotografierte Urinal auf der südlichen Erdhalbkugel.

 

 

Zum Hotel war es nicht mehr weit und bei Rückenwind war die Heimfahrt ein Vergnügen. So ging wieder ein schöner Tag auf Mallorca zu Ende.

Andrea stürzte sich abends noch in das hoteleigene „Nachtleben“. Die „Queen Revival-Band“ bot Live-Musik vom Feinsten.

 

Sonntag, 22.03.2015

Ruhetag

Montag, 23.03.2015

Fenalitx liegt ziemlich weit im Osten der Insel und ist mit seiner benachbarten, weithin sichtbaren Erhebung „San Salvador“ Bestandteil unseres alljährlichen Pflichtprogramms. Die Frage stellt sich jedes Jahr erneut: “Wer fährt da hinauf und wer verzichtet noch wegen fehlender Frühform?“

Die Hinfahrt war bei einem wieder steifen Gegenwind ein gefühlter langgezogener Berg. Hier ist in der Ferne schon der „San Salvador“ zu erkennen.

Unser 7-köpfiges Ensemble ließ sich in Fenalitx auf dem Marktplatz zunächst zu einem Kaffee nieder, um hier zu beschließen, dass Jan, Siggi und Guido sich den „San Salvador“ antun wollten.

 

Während sich Siggi, Guido und Jan mental auf die Kletterei vorbereiteten setzte Andrea mit dieser Schoko-Torte den endgültigen Schlusspunkt unter ihr Renkonvaleszentendasein.
Siggi und Jan haben den San Salvador mit Guido erklommen und genießen den wunderbaren Rundblick.

Die Heimreise gestaltete sich wieder in Tiefflieger-Manier durch kaum befahrene, wunderschöne Landschaften.

 Dieser Steinhaufen war tatsächlich bewohnt. Was geht es uns gut!!

Dienstag, 24.03.2015

Bekannt ist lediglich, dass Uli, Andrea und Reiner eine kleine Runde drehten, etwa um die 50 km. Das Wetter war wieder hochgradig mies. Heißt konkret – windig, kühl und düster…
Da hatte niemand Bock auf Fotos schießen.
Die Riesenplane in der Ferne auf dem rechten Bild dient offenbar dem Schutz von angebautem Obst und Gemüse. Das untere Foto ist typisch für die Landschaft, in der wir in der Ebene fuhren.

 

Den anderen Gruppen, die unterwegs waren, ging es nicht anders. Einige schlugen einige Haken, um dem Regen auszuweichen und trocken nach Hause zu kommen.

Mittwoch, 25.03. 2015

Das hatten die Wetterfrösche schon länger vorausgesagt – heute würde es den ganzen Tag regnen. Das stimmte leider und als Zugabe gab es auch Regen in der Nacht zuvor.
Uns allen fehlte die Fantasie, dass es morgen wieder Sonne geben sollte. Nun, wir würden sehen…

 

Donnerstag, 26.03.2015

Das war gestern typisch deutsche Denke! Tatsächlich, beim Blick aus dem Fenster am frühen Morgen – Sonne! Aber es war einige Grade kühler als an den Vortagen. Und das Thermometer bewegte sich erst einmal auch nicht um 1° nach oben. Doch damit würden wir leben können, wenn nur der Wind nicht wieder so hyperaktiv werden und die Sonne länger am Himmel stehen würde.

Die morgendliche Verewigung der Helden ist schon obligatorisch geworden und geht inzwischen routiniert vonstatten – „Foto schießen!“ und zack, zack, steht die Truppe…

Das Tagesziel für eine Sechsergruppe, bestehend aus Wilfried, Renate, Uli, Andrea, Rudi und Reiner, lautete Cala Figuera. Das Bestreben, auch „dynamische“ Fotos zu produzieren, endete, wie so oft, mit unterschiedlichen Erfolgen.

An einem Kreisel, an dem wir in Richtung Santanyi abbiegen mussten, erwischte es Rudi mit einer Reifenpanne. Cool und routiniert ging der Schlauchwechsel vonstatten – ein längerer spitzer Glassplitter kam zutage. In solchen Fällen gibt es natürlich immer gute Ratschläge…

Rudi fährt nicht das neueste Carbonmodell, weil er sehr an seinem alten, aber super gepflegten Rad hängt. Mit seinen zarten Beinchen fuhr er jedes Tempo mit und jeden Berg hinauf.

Einen letzten Hügel zum Ziel strampelten wir noch hoch…

…Geschafft!

Der Hafen von Cala Figuera ist eine Touristenhochburg und war entsprechend frequentiert. Die Sonne wollte uns nach dem gestrigen Regentag mit aller Gewalt versöhnen. Wir wären am liebsten immer weiter sitzen geblieben.

 Die Heimfahrt war das i-Tüpfelchen an diesem reinen Genussradlertag.

Freitag, 27.03.2015

Heute war unser letzter Urlaubstag und es war schönes Wetter angesagt. Das bedeutete für alle nochmal richtig „anzugreifen“. Drei Gruppen machten sich auf den Weg. Holger mit seinen Mitstreitern Harald, Peter und Guido hatten sich Cap Formentor vorgenommen. Holger war von einer ungewöhnlichen Panne betroffen, als ihm ein Reifen mit einem lauten Knall zerplatzte – Gott sei Dank nicht während der Fahrt sondern bei einer Rast.

Wilfried wollte noch einmal zur Westküste und hatte dies schon am Vorabend angekündigt. Uli und Reiner zogen am Freitagmorgen ihre Zusage zurück. Also blieben noch Andrea, Jan und Siggi als Begleiter.

Es wurde eine Rundfahrt entgegen dem Uhrzeigersinn. Zunächst ging es hinauf nach Esporles und dann weiter nach Banyalbufar. Die beiden Fotos zeigen, dass es an der Westküste überall romantisch schön ist.

 

Der Blick auf Banyalbufar verrät, dass beim Bau des terrassenförmig angelegten Dorf jeder Meter dem Berg abgerungen wurde.

Die Tour folgte nun für längere Zeit stetig der Küstenstraße in südwestlicher Richtung, mal weniger, mal weiter entfernt vom Meer. Hier bietet der markante Aussichtspunkt bei Mirador einen fantastischen Augenschmaus.

Nicht allzu lange danach bot sich in Estelencs ein kleines, hübsch gelegenes Terrassen-Café für eine Pause an. Und Petrus meinte es heute richtig gut. Danach bewunderten wir noch die Künste der Straßenbauer.

Hier sehen wir unseren Leader, der uns wunderbar geführt hatte, in voller Größe im Hafen von Port de Andratx.

Von hier aus hatten wir noch eine geraume Zeitspanne für die Heimfahrt vor uns.

Uli mit Renate, Rudi und Reiner wollten sich am letzten Tag nicht noch übernehmen und „flach fahren“. Darunter kann man mit Wohlwollen das Ziel Petra noch verstehen. Aber lohnend ist es allemal.
Hier geht es die Hauptstraße hinauf, bevor man in Richtung des Örtchens Randa rechts abbiegt.

Renate beißt sich mit ihrer bewundernswerten Zähigkeit den Anstieg zum Ort hinauf.

Den Puig de Randa mit dem Kloster Cura hoch oben ersparten wir uns. Die Abfahrt auf der anderen Seite ist recht rasant und zum Genießen wie geschaffen. Uli blickt hier bereits auf Montuiri.

Renate liebt es etwas langsamer, was durchaus richtig ist. Am letzten Tag heil ankommen war die Devise.

Auf dem großen Marktplatz in Petra brummte es wie immer bei schönem Wetter. Sogar den Riesenbrunnen in der Mitte hatte man in Betrieb genommen. Auch der kleine Platz war brechend voll – natürlich alles Radfahrer.

Auf der Rückfahrt bot sich uns der Anblick auf die „Skyline“ von Petra – mal von der anderen Seite als sonst an.

Hier hatte sich der gesamte Einkauf einer Einheimischen in der Riesenpfütze verteilt. Wir waren gut beraten unsere Räder daran vorbei zu schieben. Bei Tanja & Ralli wieder angekommen bettelte Speiki: „Komm‘ Herrchen, spiel doch mal mit mir und meinem tollen Bällchen!“

So – das war’s für dieses Jahr.
Schaut Euch noch einmal diese Natur an. In der Ferne Teile des Tramuntana-Höhenzuges, der eine Art Riesenkrater bildet. Er soll aus einem zusammengestürzten Vulkankegel riesigen Ausmaßes entstanden sein.

Wir hatten wieder eine wunderbare Zeit in einer tollen Gemeinschaft auf dieser grandiosen Insel!

 

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1 Kommentar

  1. Hallo Reiner,
    dein Text ist wieder super; vor allem gefällt mir immer wieder Dein Humor.
    LG, Andrea

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