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Mallorca 2017

Einfach immer wieder schön…

Um es gleich vorweg zu nehmen – der Autor hatte eigentlich gar keinen Bock mehr, in diesem Jahr wieder einen Bericht zu schreiben. Sicherlich, Uli zum Beispiel war schon mehr als 20 Mal rennradelnd auf der Insel. Da komme ich mit meinen 9 Mal nicht mit. Auch wenn man mit der Gruppe hin und wieder noch neue Ecken entdeckt, so kommen einem im Laufe der Jahre doch mehr oder weniger dieselben Motive vor die Linse. Dies nur zur Rechtfertigung für die Kürze des Berichts.

Also – das war ja schon mal was: Der Teilnehmerrekord des Vorjahres mit 30 Leutchen wurde eingestellt. Die waren zwar wegen unterschiedlicher Anreisen und Buchungsdauern nicht alle zugleich da, aber die morgend- und abendliche Speisetafel im Hotel war zeitweise schon verdammt lang.

Uli, der die überwiegende Vermittlung der Reisen wie alljährlich gekonnt managte, baute wieder die Brücke zum Anmieten der Rennräder. Fred Rompelberg, der im Guinnes-Buch der Rekorde mit seinen 268 km/h auf dem Rennrad immer noch unangefochten verzeichnet ist, hat den Rennradverleih in diesem Bereich der Insel fest im Griff. Bis auf zwei Exoten buchte die gesamte Gruppe bei ihm die qualitativ ordentlichen Räder. Seine alljährliche Gegenleistung besteht darin, jeden Einzelnen mit einem großformatigen Hochglanzfoto zu versehen. Der dafür engagierte Fotograf hat was drauf, das muss man ihm lassen.

 

Ihr seht hier den überwiegenden Teil der Truppe, jeweils von links:

Reihe oben:   Hartmut, Björn, Reiner, Andreas, Uli, Fred Rompelberg, Axel, Wilfried, Holger
Reihe mittig:  Siggi, Dirk, Michael, Peter, Alex, Jan, Silvia
Reihe unten:  Claudia, Angelika, Susanne, Jens, Annika, Renate, Carsten

 


 

Kleiner Exkurs, Fred Rompelberg zu Ehren:

 

Bildergebnis für fred rompelberg

Das Foto zeigt Fred bei seinem erfolgreichen Weltrekordversuch am 03.10.1995 auf seinem Spezialrennrad hinter einem Dragster auf einem ausgetrockneten Salzsee im Bundesstaat Utah in den USA.

Bildergebnis für fred rompelberg

Eine der Maschinen auf dem langen Weg zur Weltrekord-Fahrt.

Weniger geeignet für RTFs!!

 

 

Die Rekord-Maschine. Spezialanfertigung einer amerikanischen Firma.
Gewicht: 19,5 kg. Kraftübertragung: Doppelübersetzung 70 / 13 Zähne plus 60 / 15 Zähne,
Bei einer Pedalumdrehung werden 34,8 m zurückgelegt.
Bereifung: Hochgeschwindigkeits-Motorrad-Straßenrennreifen.

Das ganze Unternehmen war nur mit einem millionenschweren Sponsoring möglich.

 


 

Wer sich nun noch den Anblick meiner öden Fotos antun will – bitte:

Das ist nur etwas für Eingeweihte – der Blick vom 7. Stock unseres Hotels „Taurus-Park“ auf ein quer zur vorbeiführenden Straße neu errichtetes 5 Sterne-Hotel. Ein Blick voller Dankbarkeit! Angenehm, beruhigend! Warum? Voriges Jahr etwa um die gleiche Zeit wuchtete eine riesige Ramme eine Unzahl Stahlträger von über 20 Meter Länge mit einem gewaltigen Lärm dicht an dicht in den Boden.
Wir waren ja auf Achse, aber ein Ruhetag am Pool wäre unmöglich gewesen.

Das kennt Ihr aus Vorjahren – das Sammeln auf dem Hotelgelände vor dem Start um 10.00 Uhr. Die drei Mädels im Hintergrund betätigten sich artfremd als Wanderinnen – auch nicht schlecht, die waren ausgiebig unterwegs

Hier warten (von rechts) Wilfried, seine bessre Hälfte Renate, Carsten und Siggi auf irgendwelche Abgehängte, was ja im Grunde nichts Verwerfliches ist.

Diese Rast auf dem schönen Marktplatz von Alaró war, wie alljährlich, ein Muss auf einer Tour durch den hügeligen Nordosten der Insel. Der Kaffee kommt gleich und bei wohligen Temperaturen von über 20° war die Stimmung bestens.

 

Uli und ich legten recht bald einen Ruhetag ein, um die noch nicht sonderlich trainierten Gebeine nicht zu überfordern. Das bedeutet nicht zwingend die Haxen am Pool gen Himmel zu strecken. Da ist das an der Küste traumhaft gelegene Cala Pi ein adäquates Ziel. Die Räder finden von alleine dorthin und man überfordert sich die Schnüss schwadend bei dieser 50 km-Runde bestimmt nicht.

Na ja, wieder die morgendliche mentale Startvorbereitung – hier von links Peter,Hartmut, Uli und Andreas.

Hier sprach mich eines morgens ein Sportsfreund an, den ich noch nie gesehen hatte. Darf ich vorstellen: Marcel, unser neues Mitglied. Er war mit Freunden in der Nähe untergebracht und hatte Uli und mich als PSC-Mitglied am Trikot erkannt .

Diese markante Ecke kennt jeder Malle-Fahrer. Man kraxelt ewas angestrengt hoch ins Dorf Randa.Während Holger einige von uns in seiner Handy-Datei abspeichert, biegt Renate gerade von rechts um die Ecke und fährt schon mal einen kleinen Vorsprung heraus auf unserem Weg nach Petra.

Der Pannenteufel verfolgte uns dieses Mal wie seit Jahren nicht mehr. Heute hat es Silvias Hinterrad erwischt, kein Problem angesichts routinierter helfender Kavaliershände.

Meist stellen Fotografen weibliche Attribute ja gerne zur Schau – warum darf es nicht mal so ein geiler Männerhintern sein?

Noch ein nettes Detail: In manchen Cafés geht man zum Bezahlen freiwillig an die Kasse. Derweil inspizierte des Kassierers Kompagnon die Portemonnaies und Uhren der Gäste.

 

Heute mal eine Runde durch die Berge mit Rast in Valdemossa. Durch den Anstieg erwas verschwitzt wurde der Aufenthalt bei nicht so warmem Wetter zu einer kühlen Angelegenheit. Die anschließende tolle Abfahrt erwärmte zwar das Herz aber nicht den Körper.

Nun darf es auch mal eine Landschaftsaufnahme sein – gelbe Margeriten so weit das Auge reicht. Im Hintergrund das Bergmassiv des Puig de Randa (543 m).

An einem weiteren „Ruhetag“ bin ich dort hinauf gestapft. Kurz bevor man oben ankommt begrüßt einen die weithin sichtbare kugelförmige Radarantenne.

Die gigantische Aussicht nach allen Seite wuchert leider an manchen Stellen immer mehr zu. Das Kloster Santuari de Cura ist keines mehr und wird heute von den Klosterbrüdern als Pilgerpension (32 Zimmer mit zeitgemäßem Standard) betrieben und gastronomisch bewirtschaftet.

Hier oben schloss ich Freundschaft mit einem schmusebedürftigen Kater, der mich nicht mehr gehen lassen wollte.

 

Das war unsere Abschiedsvorstellung – das Gros der Mädels und Jungs war bereits abgereist. Unser Stammcafé in Algaida ignorierend waren wir mal auf dem Marktplatz eingekehrt. Wilfried, Renate und Uli freuen sich auf  Kaffee und den Kuchen.

Und zum Schluss muss ich noch „Speedy“ vorstellen. Er ist der Neuerwerb unserer Wirtsleute Tanja & Ralli in unserer Stamm-Cafeteria „Las Lomas“ in El Arenal und zum Fressen süß.

Das Fazit unserer Aufenthalte auf Mallorca fällt alljährlich gleich aus – es ist eine besonders um diese Jahreszeit wunderschöne Insel mit excellenten Möglichkeiten zum Radfahren. Dieses Jahr meinte es Petrus zudem besonders gut. Wenn dann noch die Hotelqualität incl. Essenangebot stimmen, dann wird das zusammen mit dem netten Umgang der Teilnehmer untereinander zu einem Erlebnis.

Reiner

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